Dienstag, 18. Dezember 2012

Julie, Annie und ich <3
Die letzten zwei Wochen waren relativ ruhig, man merkt richtig wie sehr das Leben hier zum Alltag wird!
Vor zwei Wochen kam mein absoluter Lieblings DJ nach Tokyo: Paul Kalkbrenner, der vor allem durch seinen Film "Berlin Calling" bekannt geworden ist. Er hat in einem der größten Clubs in Shibuya aufgelegt "Womb" und es war richtig witzig, weil das Publikum an dem Abend hauptsächlich aus Deutschen und Schweizern bestand.
Paul!!!!
Paul kam absolut pünktlich und hat zwei Stunden für uns gespielt, es war unglaublich! Ich liebe seine Musik!
Ansonsten waren das Wochenende endlich im neuen James Bond Film, der hier in Japan erst am 1.12. angelaufen ist. Kino ist übrigens richtig teuer, man kriegt als Student zwar Rabatt, aber man bezahlt für den Eintritt immer noch umgerechnet 15€. Es hat sich jedoch gelohnt, ich war begeistert!
Sonntag bin ich mit Julie ein bisschen durch die Stadt gestreift, durch Ginza und Shibuya. man sieht im Moment natürlich überall jede Menge Weihnachtsbeleuchtung, aber es ist ehrlich gesagt eher kitschig als schön. In Ginza ist es ganz schön, dort werden die Straßen von einem richtigen Lichtermeer gesäumt, aber in Shibuya ist es mir zu kitschig.
Ginza 
Man merkt aber auch im Büro, dass es auf die Weihnachtsferien zugeht, ich habe am Montag bis halb elf Abends arbeiten müssen und als ich nach Hause geschickt wurde, hat der Rest noch nicht den Eindruck gemacht, überhaupt ans nach Hause gehen zu denken. Aber immerhin bin ich gut beschäftigt und lerne eine Menge und es ist eine nette Abwechslung zum Unileben. Nach der Arbeit bin ich immer so geschafft, dass ich in der Bahn sogar im Stehen schlafen kann, richtig japanisch...

Letzte Woche hatten wir die letzte Veranstaltung meines heiß geliebten "Explore Japan" Seminars, wir haben gelernt "Koto" ein traditionelles japanisches Seiteninstrument zu spielen. Die traditionellste Form des Koto hat 13 Seiten, die von 1-10 gezählt und notiert werden. Die höchsten drei Töne haben noch einmal einen speziellen Namen. Anfangs ist es mir realtiv schwer gefallen die Noten zu lesen, denn es wird von rechts nach links und von oben nach unten gelesen, aber mit ein bisschen Übung ging es. Schwierig war es auch immer die richtige Seite und nur die eine Seite anzuschlagen, ich habe mehrmals noch die beiden Seiten daneben gezupft.
Volle Konzentration gefragt

Man stülpt sich eine Art Klammer über die Finger und damit zupft man dann die Seite. Man muss relativ viel Kraft aber nicht zuviel Schwung aufwenden (dann zupft man mehrere Seiten) um einen schönen, vollen Ton zu erzeugen.
Unsere Lehrerin hat uns das Stück was wir lernen einmal vorgespielt und dann waren wir an der Reihe zu üben. Das Stück hieß Sakura, übersetzten Kirschblüte und es hat richtig Spaß gemacht, auch wenn es schwieriger war, als ich es erwartet hatte. Als wir alle fertig mit Üben fertig waren, haben wir das Gelernte einigen Angestellten des hiesigen Studienbüros vorgespielt, die alle begeistert waren. Danach durften wir uns dann zurück lehnen und das Vorspiel unserer Lehrerin genießen. Sie hat ein Stück gespielt, was kurz vor der Geburt Bachs geschrieben wurde und was war richtig beeindruckend, wie unterschiedlich die Musikentwicklung in Europa und Asien war!

Koto
Am Wochenende hat mich dann Saskia besucht, die ich ja Anfang November in Korea besucht habe. Ihr Semester ist jetzt schon vorbei und sie kam auf dem Weg nach Hause noch bei mir vorbei.
Es war ein kleines Abendteuer sie abzuholen, aber am Ende haben wir uns gefunden und sind erst mal lecker Sushi Essen gegangen und haben uns über alles ausgetauscht, was ins den letzten Wochen passiert.
Tokyo hat sich am Samstag leider von seiner unfreundlichen Seite gezeigt, es war nasskalt und windig, aber wir sind trotzdem den Tag über durch die Stadt gestreift und ich habe hier Shinjuku, Harajuku und Shibuya gezeigt. Die meiste Zeit haben wir aber in Restaurants oder Cafés verbracht um uns bei Kaffee oder einem Ramen aufzuwärmen.

Harajuku im Regen...


I <3 Hachiko!
Abends sind wir dann mit meinen ganzen Freundinnen von hier feiern gegangen. Es hat zwar viele Vorteile in Kodaira zu leben, aber der Nachteil ist leider, dass man z.B. nach Roppongi fast zwei Stunden mit der Bahn fährt wenn man Pech hat...
Wir sind ins Vanaity gefahren, was für uns Mädchen absolut perfekt war. Erstens haben wir keinen Eintritt bezahlt und zweitens mussten wir- da wir eine Gruppe nur aus Mädchen waren- gar nicht anstehen! Es war richtig witzig, denn ich habe ein Mädchen getroffen, was ich Ende September in Shibuya kennengelernt habe und was zufällig auch im gleichen Club war! Zufälle gibt es...
Heidelberg in Tokyo?;-)


Was für mich immer das beste am Weggehen ist, ist dann mitten in der Nacht essen zugehen! Wir haben ein wunderbares Ramen Lokal gefunden, was extra für uns acht Mädels noch mal geöffnet hat. Es war einfach nur lecker und hat richtig schön durchgewärmt! 

Lebensfreude!


Eine Soba Wand!
Sonntag Morgen sind wir gegen halb sieben in Kodaira wieder angekommen und dann habe ich Saskia auch schon wieder Richtung Flughafen begleiten müssen. Ich beneide sie ein bisschen, dass sie Weihnachten zu Hause ist, aber es dauert ja nicht mehr lange und dann sehe ich meine Familie auch wieder!
Sonntag Abend gab es schon die erste Abschiedsparty, denn einer von uns-Francesco- wird uns nächste Woche leider schon verlassen. Wir haben uns eine kleine Überraschung für ihn ausgedacht und in einem Chor "Leaving on a Jet Plane" gesungen. Martin hat uns am Klavier begleitet und unterstützt und Francesco hat sich sehr gefreut. Es war für uns alle sehr emotional! Wir sind dann in ein Izakaya zum Nomihodai gegangen und hatten einen sehr schönen Abend alle miteinander, haben viel gelacht, aber es hing auch schon ein bisschen Abschiedsstimmung in der Luft.


Diese Woche war meine letzte Arbeitswoche vor Weihnachten und auch die letzte richtige Uniwoche, nächste Woche fällt fast alles aus. Wir sind fleißig am Weihnachtsfest planen und es wird sehr schön, auch wenn es sehr anders als "normales Weihnachten wird".
Aber die Menschen hier sind mir so ans Herz gewachsen, dass sie fast ein Familienersatz für mich geworden sind!
家族-Familie!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Kyoto- ein Traum wird wahr!
Freitag Abend war es endlich soweit! Ich bin um kurz vor elf mit dem Nachtbus nach Kyoto gefahren. Julie und ich sind nur zu zweit gefahren, weil wir es nicht geschafft haben in einer großen Gruppe zu buchen und wir zwei dann vor zwei Wochen einfach unseren Trip gebucht haben, weil wir unbedingt noch während der richtigen Herbstzeit nach Kyoto fahren wollten.
Der Bus war ein reiner Ladies Bus, die Sitze sehr schmal, aber man konnte die Rückenlehne erstaunlich weit nach hinten verstellen und ich war so müde, dass ich nach ca. einer halben Stunde einfach eingeschlafen bin. Leider wurde bei jedem Halt das Licht im Bus wieder angemacht, so dass ich während der Nacht immer wieder aufgewacht bin, aber es war trotzdem erstaunlich erholsam. Um kurz vor sechs sind wir Samstag morgen in Kyoto angekommen.
Es war noch dunkel und wir mussten erst mal warten, bis wir dann bei Mc Donald's ein Frühstück bekommen haben. Das macht nämlich erst um sechs auf und es war sehr voll, man musste Schlange stehen, die anderen Geschäfte machen alle erst um sieben auf.
Gestärkt haben wir uns dann den Bahnhof angesehen, der eigentlich schon eine Sehenswürdigkeit an sich ist. Das Gebäude ist ein riesiges Glas Stahl Konstrukt, wirkt unglaublich leicht und fließend. Durch die vielen Glas Flächen spiegelt sich z.B. Kyoto Tower an mehren Orten des Bahnhofs.
Man kann auf das Dach des Bahnhofs steigen, er hat insgesamt elf Stockwerke und vom Dach aus sieht man Kyoto und die umliegenden Berge. 
Kyoto Station

Good Morning Kyoto!
Gegen halb acht haben wir uns auf dem Weg zu unserem Hostel gemacht, was richtig Zentral in der Stadt lag. Dort haben wir nur unser Gepäck deponiert und uns dann wieder auf den Weg gemacht und Annie und ein paar ihrer Freunde getroffen. 
Zusammen sind wir außerhalb von Kyoto an einem Fluss und schließlich durch einen richtigen Bambus Wald spaziert. Die Natur war so wunderschön, die Bäume haben noch viel Herbstlaub getragen und die Sonne hat geschienen. Die Farbe der Blätter ist wie gesagt hier viel intensiver als in Europa. Ich weiß nicht genau woran das liegt und was anders ist. Aber manchmal leuchten Bäume so stark, dass es schier künstlich aussieht.
Dann waren wir an einem Tempel, welcher zum Unsesco Welt Kultur Erbe gehört. Das schönste an diesen Anlagen ist für mich fast immer die Art, wie der Garten um den Tempel herum angelegt ist. Es gibt kleine Wege, Teiche, Treppen und einfach die Art der Gartenkomposition ist wunderschön. Es wirkt so harmonisch und friedlich. 
Friedlich war es ehe weniger, es war ziemlich gedrängt. in Japan ist das im Moment einen touristische Hochsaison und alle Welt strömt zum Blätter anschauen nach Kyoto.
Wir waren aber auch eine kleine Attraktion an sich, irgendwann kam ein Aufseher zu uns und hat gefragt, ob wir ein Foto mit einem japanischen Paar machen würden. Es war eine komische Situation, ein Foto mit irgendwelchen Fremden zu machen, aber wir haben den Beiden eine Freude bereitet und sie haben sich gefühlte einhundertmal bedankt.


Bamboo groove







Öffentliche Verkehrsmittel in Kyoto
Knallfarben
Gegen Mittag sind wir zum Goldenen Pavillon- Kinkaku-ji gefahren. Ein Buddhistischer Tempel aus der Muromachi Periode welcher 1950 von einem jungen Mönch abgebrannt wurde, welcher anscheinend solch eine Leidenschaft für das Gebäude empfand, dass er es in Flammen aufgehen ließ und dann versuchte Suizid in den Flammen zu begehen. 
Der Tempel wurde wieder aufgebaut und sogar noch schöner gemacht. Ursprünglich war nur das oberste Stockwerk in Gold gehüllt, heutzutage erstreckt sich die Goldhülle auf alle Stockwerke. Es hatte angefangen zu regnen als wir dort waren, trotzdem war der Anblick überwältigend!
Der Garten um den Tempel herum ist klassisch japanisch und es gibt mehrere Stände an denen für Kyoto typische Süßigkeiten verkauft werden.
Kyoto ist berühmt für grünen Tee und süßes, am liebsten in Kombination. Man darf fast überall probieren und vieles ist auch wirklich sehr lecker. Ich weiß zwar nie genau was ich eigentlich esse, aber es schmeckt. 
Schließlich kam die Sonne für einen kurzen Moment noch mal zum Vorschein und wir sind zum Tempel zurück gerannt. der Anblick war atemberaubend! Durch die Sonne haben sich der Tempel und viele Teile der Gartenkomposition im See gespiegelt und der Temple selbst hat gestrahlt. Wir waren sprachlos!
Allerdings waren wir durch den Regen so durchgefroren, dass wir dann erst mal Unterschlupf in einem Restaurant gesucht haben und uns bei einer heißen Nudelsuppe aufgewärmt haben. Ich liebe die verschiedenen Nudelsuppen, ich kann das jeden Tag essen und es gibt so viele verschieden Variationen, das man wahrscheinlich ein ganzes Jahr lang jeden Tag eine andere Art essen könnte. Das wird mir auf jeden Fall in Deutschland fehlen! 


Kinkakuji im Regen
Und in der Sonne
Nach dem Mittagessen sind Annie und die anderen in ihr Hostel zurückgefahren, weil sie abends den Zug nach Osaka genommen haben und Julie und ich sind zum nächsten Tempel gelaufen, der Ryoan-ji hieß. Sowohl Tempel als auch der umliegende Garten gehören zum UNESCO Welt Kultur Erbe, die Anfänge des Tempels gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Der Garten war wunderschön! Wie ein Traum! Man kann von dieser Farbpracht nicht genug bekommen! Ein Baum ist schöner als der andere, man schafft es kaum, alle diese Einrücke zu verarbeiten. 
Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir zu unserem Hostel zurück gekehrt und erst einmal 1 1/2 Stunden Bus gefahren. Der Verkehr war furchtbar und wir haben uns aber auch leicht verirrt und sind einmal im Kreis gefahren. Schließlich haben wir es aber geschafft. Unser Hostel war ein echter Glückstreffer, toll ausgestattet, nettes Personal und vor allem richtig zentral gelegen.
Wir sind abends noch ein bisschen durch die Einskaufspassagen gebummelt und haben Souvenirs und Mitbringsel gekauft.
Garten des Ryoan-ji 
Farbpracht





Am nächsten Morgen stand ein sehr straffes Sight seeing Programm auf dem Plan, da wir den Tag so gut wie möglich nutzen wollten. Zuallererst sind wir auf den Nishiki Ichiba Markt gegangen. Dieser befindet sich in einer Passage und dort wird alles mögliche verkauft, süßes, salziges, scharfes und jede Menge Handwerk, Fächer, Porzellan. Wir sind ohne Frühstück aufgebrochen und nachdem wir einmal über den Markt gebummelt sind, hat uns der Magen geknurrt.
Nach dem Frühstück sind wir weiter gelaufen zu einem der ältesten Stadtteile Kyotos, Gion. Dort sieht es so aus, wie man sich das alte Japan vorstellt und wie man es heute nur noch in Hollywood Filmen sieht. Die Häuser sind alle klassische japanisch, niedrig, mit viel Holz und man sieht viele Frauen im Kimono. Der Stadtteil ist auch bekannt als das Geisha Distrikt, aber die sieht man eher abends als tagsüber. Kyoto ist der Hauptsitz der Geisha Kultur, hier werden sie aber nicht Geisha sondern entweder Maiko oder Geiko gennant. Die Maiko ist eine Geisha in Ausbildung, welche in einer Okiya lebt und dort ausgebildet wird. Die Geiko hat ihre Ausbildung vollendet und arbeitet selbstständig. Man  kann eine Maiko leicht von einer Geiko unterscheiden, alleine von der Art des Kimonos, der Frisur und der Schminke.
Wir sind eine wunderschöne Straße in Gion lang gelaufen, welche sehr seltsame Verkehrsregeln hatte. Es war eigentlich eine Fußgängerzone, trotzdem sind Autos durch gefahren und alle paar Meter stand ein Ordner, welcher die Leute gebeten hat zur Seite zu treten. Ich hatte aber den Eindruck durch die Polizisten entsteht eher noch mehr Chaos. 
Nishiki Ichiba Markt




Gion 



Gegen Mittag sind wir am Kiyomizu-dera(清水寺) Tempel angelangt, welcher ebenfalls zum UNESCO Weltkultur Erbe gehört. Die Gründe dafür sind sehr einsichtig: der gesamte Tempel ist ohne einen einzigen Nagel gebaut und die Anlage ist wirklich riesig! Sie liegt auf einem Berg, von dem man einen wunderbaren Blick auf den herbstlichen Wald und die Stadt hat.
Man läuft durch eine enge Einkaufsstraße zum Tempel hoch und da es Sonntag war, sind wir mit ganzen Menschenmassen dorthin gepilgert.
Der Tempel selbst ist unabhängig, gehört also nicht zu einer bestimmten Schule. 
Am Tempel kann man verschieden Opfer bringen, je nach Lebenssituation spezifisch. Ein Ritual hat mir besonders gefallen: Man schreibt seine Sorgen auf ein kleines Papier und legt dieses in einen Bottich welcher mit Wasser gefüllt ist und wenn sich das Papier aufgelöst hat, so lösen sich auch die Sorgen auf.
Außerdem kann man dem Liebesgott opfern. Dessen Begleiter bzw. Bote auf Erden ist übrigens ein Hase, vielleicht ist das der Ursprung des Playboy Bunnys? Es gibt zwei große Steine, Liebessteine und wenn man es schafft mit geschlossenen Augen von einem Stein zum anderen zu gehen, dann wird die Liebe bald erfüllt werden. Auf dem zweiten Liebesstein saßen zwei weiße Hasen. Verständlich, da der Hase der Bote des Liebesgottes ist, aber mir haben sie ein bisschen Leid getan, sie sahen so verschreckt aus!
Auf dem Weg in die Stadt haben wir uns mit Eis gestärkt, welches den Geschmack von grünem Tee hatte. Sehr lecker! 

Kiyomizu-dera










Die Boten des Liebesgottes
Nachmittags hat sich ein kleiner Traum für mich erfüllt: wir sind zum Fushimi-Inari-Taisha (伏見 稲荷大社) Schrein gefahren, welcher für seine zehntausend orangen Tore berühmt ist. Der Ort kommt in dem Film "Die Geisha" vor und seit ich ihn gesehen habe, wollte ich mal dorthin reisen.
Es war überwältigend! Der Schrein befindet sich am Fuße eines Berges und dann kann man den Berg hinaufsteigen zu verschiedenen weiteren Schreinen und geht dabei durch diese orangen Tore, die so dicht aneinander stehen, dass man wie durch einen Tunnel läuft. An der Vorderseite der Säulen stehen zwei Zeichen: Houjiru, was soviel heißt wie gehorchen, folgen oder glauben und das andere ist Osameru und bedeutet widmen. 
Am Anfang waren wir noch mit sehr vielen Menschen unterwegs, aber desto weiter wir den Berg hinauf gegangen sind, desto ruhiger wurde es. Es hatte etwas unglaublich meditatives durch diese Tore zu gehen. Der Pfad windet sich den Berg hinauf, so dass man nie besonders weit nach vorne schauen kann und jede Ecke ist schönes als die vorherige. Wir sind den gesamten Weg abgelaufen, was eine richtige kleine Wanderung war und wir waren erst wieder unten als es schon dunkel war. Der Pfad wird beleuchtet und im Dunkeln sieht es richtig geheimnisvoll aus.
Ich wollte schier nicht mehr weg! Und ich werde noch mal an diesen Ort zurück kehren, es war so wunderschön und hat mich irgendwie zutiefst berührt.




Traumhaft schön!







Abends waren wir noch mal richtig lecker essen in einem weiteren Nudel Restaurant. Man wird von diesen Suppen einmal durchgewärmt, es ist einfach perfekt für den Winter.
Abends um zwölf ist unser Bus zurück nach Shinjuku gefahren. Obwohl es so wenig Zeit war, haben wir es trotzdem geschafft relativ viel zu sehen, aber ich will irgendwann noch mal wieder kommen und noch mehr erleben! Kyoto ist wirklich toll, die Stadt selbst finde ich nicht so besonders wie z.B. Toyko, was an jeder Ecke ein anderes Gesicht hat. Aber die Tempel, Schreine und Gartenanlagen verzaubern einen einfach. Ich wünschte ich könnte die Kirschblüte dort noch sehen, aber da bin ich leider schon wieder in Mannheim...
Morgens um sieben sind wir in Tokyo angekommen, müde und geschafft aber glücklich und wir haben es sogar geschafft pünktlich in der Uni zu sein und mit Hilfe von einem riesigen Kaffe habe ich meinen Japanisch Unterricht überlebt ohne einzuschlafen!