Kindergeburtstag:-)
Alleine die Vorbereitungen haben mir richtig viel Spaß gemacht! Ich war für die Spiele zuständig und habe alles mögliche für Topfschlagen, Schokolade auspacken etc. eingekauft. Los ging es damit, dass Vittorio und ich gefühlte 1000 Luftballons aufgeblasen haben, was nach einer Weile richtig anstrengend ist!
| Reise nach Jerusalem |
Als alle da waren haben wir mit den Spielen angefangen. Als aller erstes gab es "Reise nach Jerusalem" aber in leicht verschärfter "erwachsenen Variante". Anstatt sofort einen Platz zu suchen wenn die Musik ausging muss man erst mal zur Bar rennen und etwas trinken. Es war richtig witzig zu sehen wie viel Ehrgeiz die Leute entwickelt haben, besonders die Jungs haben mit vollem Einsatz darum gekämpft noch einen Platz zu bekommen. Martin unser Geburtstagskind hat schließlich verdient gewonnen!
Das zweite Spiel hat sich zu einem richtigen Kampf entwickelt: Luftballonszertreten. Ich erinnere mich noch daran, wie wir dieses Spiel gespielt haben, als ich noch klein war. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert bis alle Luftballons zertreten waren. Bei uns war es nach höchstens zwei Minuten vorbei... Spaß hat es aber trotzdem gemacht!
Danach gab es ein Spiel was sich meine Mutter mal für die Familien Rallye unseres Familientreffens ausgedacht hat: Streichholzschachteln mit der Nase und natürlich ohne Hilfe der Hände im Kreis herum geben. Das war schwieriger als ich erwartete habe, das asiatische Nasen und Streichholzschachteln nicht gerade kompatibel sind, aber nach ein wenig Übung hat es erstaunlich gut geklappt.
Mein persönlicher Höhepunkt war "Schokolade auspacken" Die Regeln sind wie folgt: alle würfeln im Kreis bis die erste sechs gewürfelt wird. Derjenige mit der sechs muss sich eine Mütze, Schal und Handschuhe anziehen und dann mit Hilfe von Messer und Gabel eine Schokoladentafel auspacken, welche in reichliche Zeitungspapier und Paketschnur gewickelt ist. Aber man darf nur so lange auspacken, bis die nächste sechs gewürfelt wird, dann ist der nächste mit dem anziehen und auspacken an der Reihe. Da ist eine Hektik und Aufregung entstanden! Alle wollten unbedingt die Schokolade haben! Zum Schluss haben wir aber natürlich geteilt:-)
| お誕生日おめでとうマーティンさん |
| Vielleicht ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein großer für Pietro:-) |
Zwischendurch haben wir noch ein kleines Ratespiel über Martin gemacht, um herauszufinden, wer von uns ihn am besten kennt. Martin hat Frage gestellt und jeweils drei Antwortmöglichkeiten bereitgestellt, um es uns ein bisschen leichter zu machen. Ich habe übrigens gewonnen!:-)
Gegen halb zwölf haben wir dann mit dem Aufräumen angefangen, denn man darf die Räume des Plaza immer nur bis Mitternacht nutzen, dann beginnt die Nachtruhe.
Und am nächsten Tag sind wir alle brav in die Uni gegangen, obwohl es durch den Schnee eine echte Herausforderung war. Wir sind mit dem Zug gefahren und mussten uns durch die Rush Hour quälen. Das kann man einfach nicht beschreiben, diese Enge muss man erleben. Es ist unglaublich, immer wenn ich denke-mehr Menschen passen hier jetzt aber wirklich nicht rein-kommen noch mindestens zehn weitere in den Wagen gequetscht.
Ansonsten habe ich die Woche die ersten Vorbereitungen für meinen baldigen Abschied getroffen. In zweieinhalb Wochen geht es wieder nach Deutschland, die Zeit rast vorbei!
Und außerdem stehen langsam die finalen Klausuren, Präsentationen und Paper an. Das heißt, ich verbringe mehr Zeit am Schreibtisch als mir lieb ist, aber im Vergleich zu Mannheim habe ich immer noch viel Freizeit.
Freitag hatten wir wieder keine Uni und ich bin ein bisschen durch das winterliche Tokyo gebummelt. Ich war in Harajuku und habe mich ein bisschen in die engen, kleinen Straßen abseits der Haupteinkaufsstraßen gestürzt und dort wunderbare Galerien und Cafés entdeckt. Eine Galerie hat nur Katzen Kunst ausgestellt. Skulpturen, Bilder, Fotographien, ein bisschen skurril!
Im Moment ist hier Winterschlussverkauf und ich musste mich zusammenreißen nicht shoppen zu gehen, weil ich die ganzen Sachen irgendwie wieder zurück nach Deutschland kriegen muss...
Abends habe ich mit Julie und Annie Sukiyaki gekocht. Das ist super einfach, super lecker, gesund und im Winter genau das richtige! Die Zutaten sind Fleisch, Kohl, Pilze, Tofu, Glasnudeln und Udon Nudeln und die Sukiyakisauce die man entweder selber machen kann oder einfach kauft.
Ich mache mir inzwischen Gedanken, wie ich die ganzen Gerichte, die ich hier lieben gelernt habe, in Deutschland kochen soll...
| Sukiyaki! |
Samstag wollte ich eigentlich ganz viel lernen, aber dann habe ich angefangen eine sehr fesselnde Biographie über Kaiserin Sissi von Österreich-Ungarn zu lesen und schon war der Tag fast vorbei. Abends sind wir alle zusammen nach Shibuya gefahren, weil die meisten einen kleinen Lernkoller kriegen und mal wieder raus mussten. Wir sind ins Womb gegangen, wo ein sehr junger, talentierter und attraktiver DJ aufgelegt hat. Leider war es deswegen so voll, dass man kaum tanzen konnte, aber die Musik war super!
Morgen beginnt die letzte richtige Uniwoche, die Woche danach werden nur Klausuren geschrieben und dann ist meine Zeit hier fast vorbei. Leider! Ich werde Japan und die Menschen hier richtig vermissen!



























