| Alt und neu auf Augenhöhe: Tokyo Sky Tree und Asakusa Tempel |
Die ersten zwei Tage in Tokyo...
Wo soll man da nur anfangen? Sich alleine in dieser riesigen Stadt zurecht zu finden und irgendwo mit dem entdecken anzufangen war wahrscheinlich die größte Herausforderung gestern.
Ich bin dem Rat meines klugen Reiseführers gefolgt und mit der Yamanote Linie einmal um die innersten Stadtbezirke herumgefahren. Da der Zug jedoch brechend voll war, bin ich an der ersten Station ausgestiegen, die mir zumindest bekannt vorkam: Shibuya.
Wer schon einmal in Shibuya war, weiß dass es auf den ersten Blick eine Überforderung sämtlicher Sinne ist. Ich wusste das nicht. Bis gestern morgen.
Direkt hinter dem Bahnhof von Shibuya tritt man auf die angeblich meist gefilmte Kreuzung der Welt. Ich kann nur sagen, dass ich noch nie so viele Menschen gleichzeitig auf einem Zebrastreifen gesehen habe. Es ist ein absolut nicht nachlassender Strom an Menschen, die begleitet zu der Musik die aus verschiedenen Lautsprechern hallt, über die Kreuzung hasten und zwischen den Hochhäusern verschwinden. Shibuya selbst ist wahnsinnig bunt, laut und trendy. Letzteres ist kein Wunder, denn in den verschiedenen Kaufhäusern werden die verrücktesten Dinge lautstark von intensiv geschminkten Verkäuferinnen feil geboten. Auch hier wird man durchgehend von der neusten Musik beschallt, es läuft Pitbull neben Taylor Swift und David Guetta.
| Shibuya |
Nach dieser Reizüberflutung wollte ich erstmal ein bisschen zur Ruhe kommen und bin nach Harajuku weiter gefahren um mir den Meji Schrein anzusehen, welcher den Seelen des Meji-tenno und seiner Frau gewidmet ist. In Harajuku bin ich erst mal in die falsche Richtung gelaufen und wieder in einem bunten Trubel von Menschen und Straßen gelandet, aber schließlich habe ich es geschafft zum Eingang des Schreins zu gelangen. Es war, als würde man in eine komplett andere Welt abtauchen. Auf einmal war es still und ich bin auf Kieswegen durch einen dichten Wald gelaufen.
Der Schrein selbst ist unheimlich majestätisch. Auch wenn man als Europäer wenig bis gar nichts vom Shintoismus versteht, wird man von der Anlage berührt.
Ich habe vor dem Betreten die rituelle Waschung von Händen und Mund durchgeführt, die einem glücklicherweise auch auf Englisch erklärt wird, trotzdem hatte ich Angst etwas falsch zu machen und ich sah bestimmt auch sehr unbeholfen aus...
| Waschen ist Pflicht! |
| Meji Schrein |
| Blick über Tokio (es war 18:30 und schon stockdunkel) |
Nach Sonnenuntergang bin ich weiter nach Shinjuku gefahren um dort noch einen gratis Abstecher auf das Dach des Rathaus von Tokio zu machen. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich den richtigen Aufzug gefunden habe, aber die Aussicht aus dem 45. Stock des Gebäudes war unglaublich! Ein endloses Lichtermeer liegt einem zu Füßen und durch die Straßen wuselt der Verkehr.
Mein Hostel liegt in einem der traditionsreichsten Bereiche von Tokyo und die Wiege der Edo-Kultur: Asakusa. Nur fünf Minuten zu Fuß entfernt liegt der Asakusa-Kannon Tempel. Man läuft durch das erste Tor des Tempels durch eine sehr belebte Einkaufsstraße auf den Tempel zu und wieder gelangt man von einer unglaublichen Lärmkulisse an einen Stillen, fast meditativen Ort.
Von Asakusa aus bin ich durch die Straßen nach Ueno gelaufen um mich mal mehr mit dem Stadtbild Tokyos vertraut zu machen, was jedoch nicht sehr einfach ist, da es sich schier an jeder Ecke ändert.
Als ich mich von Asakusa aufmachen wollte und erst mal die Straßenkarte konsultiert habe, wurde ich sofort von zwei hilfsbereiten Mädchen angesprochen, die mir den Weg gezeigt haben. Es scheint mir, als sei es nicht möglich, sich in Tokyo zu verlaufen, die Menschen gehen sofort auf jeden zu der hilflos in der Gegend steht.
| Asakusa-Kannon Tempel (Sensoji) |
Direkt neben dem Bahnhof von Ueno kann man in engeren Fußgängerzonen dem Straßenverkehr entwischen und sich von der Masse durch die verschiedensten Marktstände treiben lassen.
Besonders die Fischhändler machen aus ihrem Verkaufsangebot eine regelrechte Show und jeder wird angesprochen.
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| Markt in Ueno |
| Garten am Asakusa-Kannon Tempel |


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