Freitag, 28. September 2012

Happy in Japan-endlich richtig angekommen
Am Montag konnte ich mich endlich auf den Weg zu meinem Wohnheim machen. Ich bin früh morgens mit meinem ganzen Gepäck einmal quer durch Tokyo gefahren, was eine ziemliche Tortur war, da es an manchen Stationen weder eine Rolltreppe noch einen Fahrstuhl haben. Zum Glück sind die Japaner so unfassbar hilfsbereit, alleine hätte ich meinen Koffer nicht die unzähligen Treppen hoch und herunter tragen können.
Mein Wohnheim liegt in Kodaira und ist drei Bahnstationen vom Campus der Hitotsubashi Universität in Kunitachi entfernt.


Mein Zimmer
Nach einer Woche Leben im Hostel war es wunderbar, in sein eigenes Zimmer kommen, auch wenn dieses Zimmer sehr klein ist. Klein aber fein!
Es leben immer sechs Studenten zusammen in einer Wohnung mit großer Wohnküche, Duschen und Balkon. Dazu hat jeder sein eigenes Zimmer, ebenfalls mit kleinem Balkon, Kühlschrank und Klimaanlage:-)
In meinem Appartment leben noch ein Mädchen aus Taiwan und eine aus Korea, so dass im Moment drei Zimmer leer sind. Mal sehen, ob noch Studenten kommen oder ob wir zu dritt bleiben.


Unsere Küche

Mein Schreibtisch
Abends gab es dann den ersten Welcome von Seiten der Uni und wir Austauschstudenten haben uns alle kennen gelernt. Alle sind super nett, es sind erstaunlich viele Deutsche hier- sogar Studenten aus Heidelberg-und ansonsten Studenten aus allen Teilen dieser Welt.
Wir haben diese Woche jeden Abend miteinander verbracht und uns besser kennen gelernt und wir hatten schon soviel Spaß miteinander!





Dienstag Morgen sind wir alle zusammen das erste Mal zum Campus der Uni gefahren und wurden dort eingeführt. Der Campus der Hitotsubashi ist wunderschön angelegt, mit vielen Bäumen, Bänken, Sportplätzen und einem kleinem Wald. 
Die Orientation wurde in zwei Sprachen angeboten, englisch und japanisch. Ich bin natürlich bei der englischen geblieben...
Mittags wurden wir in Kleingruppen eingeteilt und von japanischen Kommilitonen zum Essen ausgeführt. Wir sind nicht wie die meisten Gruppen in die Cafeteria der Uni gegangen, sondern in ein kleines Lokal, was riesige und wahnsinnig leckere Portionen Curry serviert hat. Einfach köstlich! 
Das gute Essen hat mich zum Glück auch ein bisschen abgelenkt, denn gleich nach dem Essen musste ich meinen Einstufungstest für japanisch machen. Es war einfach frustrierend! Bis ich verstanden hatte, was die jeweilige Aufgabenstellung von mir verlangte, war die Zeit schon halb abgelaufen und ehe ich es mir versah, hat mir jemand die Aufgabenstellung weggenommen und eine neue hingelegt. Ich war sehr froh, als die Zeit um war und ich war mir sicher, noch mal ganz von vorne anfangen zu müssen.

Erster Lunch in der Mensa
Martins erste Kanji
Motivation pur- nächtliche Japanisch Sessions

Nachdem der offizielle Teil geschafft war, sind wir zu einem Home Store gefahren, um Bettzeug und andere Sachen zu besorgen. Manche Appartments hier sind küchentechnisch hervorragend ausgerüstet, wir hatten leider nicht einmal einen Wasserkocher, aber immerhin diesen Mangel habe ich behoben. 

Mittwoch Nachmittag wurden wir dann offiziell hier in Kodaira begrüßt und uns wurden hauptsächlich die Regeln erklärt. Diese Orientierung fand auf japanisch statt, aber immerhin hatten wir englische Informationen, so dass ich dem Vortrag erstaunlich gut folgen konnte.
Unter anderem ging es auch um die Internet Verträge, die jeder Student für sich selbst abschließen sollte. Ich hätte damit gerechnet, dass es Wochen dauert, bis mein WLAN hier installiert wird, aber ich habe sofort das ganze Equipment bekommen und abends wurde es dann auch schon freigeschaltet.

Gestern haben wir die Resultate unserer Einstufungstest erhalten und ich habe es erstaunlicherweise in Level 4 von 5 geschafft. Mal sehen ob ich den Kurs schaffe oder ob ich freiwillig in Level 3 gehe. Dazu gab es noch mal eine extra Fächer spezifische Orientation. Die Menschen hier stellen wirklich sicher, dass man nichts verpasst und alles versteht, jedes kleine Detail wird einem fünfmal erklärt.
Eine der größten Herausforderungen war die Registrierung in der City Hall in Kodaira und die Eröffnung eines Bank Kontos, weil man beide Male sehr viel Papierkram erledigen musste. Dafür kann ich jetzt meine Adresse hier perfekt in Kanji schreiben! Außerdem kümmern sich sehr viele Freiwillige darum, dass wir Internationals uns zurecht finden und alles richtig machen.
Lots of paperwork!

Mobiles Röntgen auf dem Campus
Heute Nachmittag haben wir dann das letzte Hindernis gemeistert: den Gesundheitscheck der Uni. Wir wurden durch verschiedene Stationen durchgeschleust: Größe, Gewicht, Urinprobe, Sehtest, Blutdruck, Psychologischer Fragebogen und Lungenröntgen. Es war die reinste Massenabfertigung! Perfekt organisiert, schnell und effektiv. 

Nächsten Montag beginnen die Kurse und wir haben zwei Wochen Zeit uns in jeden Kurs reinzusetzen bis wir uns auf welche festlegen. Die Professoren hier nennen das "class-shopping". Ich bin vor allem gespannt auf meinen Japanisch Kurs!

Und hoffentlich habe ich bald ein Fahhrad! Die Studenten die auf dem Campus wohnen bekommen alle ein Rad zur Verfügung gestellt und wir leider nicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich bald mit dem Rad zur Uni fahren kann:-)

2 Kommentare:

  1. Es freut mich immer sehr zu lesen, was Sie schreiben. Bitte richten Sie Prof.Gomi(Gomi-Sensei) an der Abteilung Japanisch als Fremdsprache herzliche Grüße von mir aus, wenn Sie ihn sehen.

    Ihre Lehrerin von Mannheim:-)

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  2. Ich hatte diese Woche das Vergnügen Gomi-Sensei kennen zu lernen! Er ist wirklich ein fantastischer Lehrer und er hat sich sehr über Ihre Grüße gefreut!

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