Sonntag, 14. Oktober 2012

It still feels so unreal...


Takao-San

Nachdem ich Freitag den ganzen Tag in der Bibliothek verbracht und brav gelernt habe, konnte ich es kaum abwarten ins Wochenende zu starten. 
Ich habe Freitag realisiert wie viel ich in den letzten zwei Wochen gelernt habe, nämlich stolze 206 neue Kanji Zeichen! Und das beste ist, dass ich diese 206 wirklich alle beherrsche, ich denke zumindest, dass ich sie beherrsche.
Insofern habe ich mir das Wochenende wirklich verdient! Freitag Abend wurde hier in Kodaira eine Party veranstaltet. Obwohl die Tanzfläche eher leer war, war die Stimmung großartig, was auch dem fantastischen DJ zu verdanken war! Um halb zwölf war die Party leider schon vorbei, die Regeln hier sind relativ streng was Lärm und vor allem was Alkohol angeht, unter 20jährige dürfen nämlich nichts trinken!
Warmup!




一橋大学の留学生
Samstag Morgen sind wir alle noch leicht verschlafen nach Takao aufgebrochen um dort einen kleinen Berg zu erklimmen. Nach kurzem Zwischstopp in Kunitachi wo wir uns mit Picknick eingedeckt haben, konnte die Wanderung beginnen. Das Wetter war großartig, strahlender Sonnenschein, angenehm warm und um uns herum hunderte von Menschen mit dem gleichen Ziel: der Gipfel von Mount Takao. Dieser Berg ist zwar eher ein Hügel (599m), nichtsdestotrotz war der Anstieg zu Beginn relativ steil. Aber die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn schon auf dem ersten Aussichtsplateau hatte man einen wunderbaren Blick auf die Ebene mit Tokyos Skyline in der Ferne! 


Tokyos Skyline 
Der Berg- Takao-san- ist aber mehr als nur ein wunderbares Fleckchen Natur: es ist der Sitz eines buddhistischen Klosters der Shingon Schule, welche den Berg als heilig betrachtet. 
Das Kloster befindet sich knapp unterhalb vom Gipfel und ist wunderschön! Es ist nur schade, dass ich bis jetzt so wenig von des Architektur, den Symbolen und Riten des Buddhismus verstehe! Ich kann zwar alles wunderschön finden, aber der tiefere Sinn bleibt mir verborgen.
Auf dem Gipfel haben wir dann ausführlich gepicknickt und den Beweis bekommen, dass wir es wirklich bis zum Gipfel geschafft hatten. Dem Weg folgend kann man nämlich verschieden Stempel sammeln und diese dann in seinen Plan stempeln. Wir hatten nur einen Plan, also haben wir uns einfach "tätowiert".
Der Ausblick vom Gipfel ist wunderschön! Eigentlich sollte man von dort Fuji-san sehen können, aber es war mal wieder neblig und man hat nur die umliegenden Berge gesehen. Aber da wir um Herbst wenn alle Blätter rot und golden sind noch mal wiederkommen wollen, besteht die Hoffnung, dass Fuji-san sich dann die Ehre gibt und uns seine Spitze zeigt!





Picknick:-)


The Tattoo Gang

Kloster Yakuoinyuukiji 
Pietro hat sie alle!
Abends waren dann noch in einem Kaiten-zushi. Das ist ein Sushi Restaurants wo man an einem Fließband sitzt, auf welchem kleine Sushi Teller vorbeifahren und man nimmt sich immer den Teller vom Band, der einen gerade anlacht. Zusätzlich kann man über eine Maschine noch spezielle Teller bestellen und wenn dieser dann vorbei kommt, kündigt die Maschine die kommende Bestellung an. Sehr lustig! Und lecker natürlich!
Sushi am Fließband
Sonntag morgen bin ich mit Julie nach Akihabara gefahren mit dem Ziel uns erstens massieren zu lassen und zweitens in ein Maid Café zu gehen. Akihabara ist der Sitz von riesigen Elektrogeschäften und Sitz der Manga und Comic Szene Tokyos. Die Geschäfte dort führen einfach jeglichen elektronischen Krimskrams und selbst bei den kleinsten Dingen gibt es eine unglaubliche Auswahl! Es ist erschlagend!
Paradies!!!
Wir haben erst einmal die Massagestühle aufgesucht und sind dann 15 Minuten ins Paradies verschwunden! Diese Sessel sind der Wahnsinn! Direkt neben den Massagestühlen stehen eine Art Rodeo Stühle, die auszuprobieren war auch sehr lustig, aber nicht so entspannend.
Was mir übrigens sehr gut hier gefällt ist die Tatsache, dass man immer alles ausprobieren kann! In der Kopfhörer Abteilung kann man z.B. jeden Kopfhörer testen indem man ihn z.B. an sein iPhone anschließt und dann eben Musik abspielt. 


The Magic Shake
Irgendwann haben wir uns auf die Suche nach einem bestimmten Mais Café gemacht und uns dabei zweimal (im Regen!!!) verlaufen, aber schließlich haben wir es gefunden! Das Café zieht sich über vier Etagen und in jeder Etage gibt es ein anderes Thema. von klassischem Japan, wo die Kellnerinnen Kimonos tragen bis hin zu French princesses. Leider ist es strengstens untersagt in dem Café Fotos von etwas anderem als dem Essen zu machen. Einerseits wohl damit damit für die Fotos mit den Mädchen bezahlt, andererseits aber bestimmt auch zu deren Schutz! Die Kellnerinnen waren alle in sehr aufreizende Dienstmädchen Uniformen gekleidet und sie haben sich bewegt und gesprochen wie Puppen. 

Alles wird zu einer Art Spiel inszeniert, wenn man seine Getränke bekommt muss man eine Art Gesang aufsagen, damit das ganze auch schon lecker (oishii) wird! 
Die Atmosphäre in dem Café ist unbeschreiblich! Überall schwirren diese kleinen Wundergestalten herum, es wird laute japanische Popmusik gespielt und die Dekoration ist der absolute Overkill an Niedlichkeit! Julie und ich kamen aus dem Lachen und Staunen nicht mehr heraus! 
Man kann übrigens auch dafür bezahlen, dass die Mädchen Spiele wir "4 gewinnt" mit einem spielen, aber jeglicher Körperkontakt ist verboten. Und die maximale Aufenthaltszeit beträgt 60 min, danach wird man freundlich gebeten zu gehen.
Das Essen war unglaublich! Nicht weil es unglaublich lecker war, einfach die Art wie es arrangiert und inszeniert wurde.
The Licence of your Majesty



Das ganze Erlebnis war fantastisch und ich bin sehr froh, das gemacht zu haben! Es war einfach Entertainment pur! 60 Minuten in einer völlig anderen Welt...



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