Dienstag, 23. Oktober 2012

Sweet Disposition
Garten des Onsen
Letzte Woche hat endlich mein favorisierter Kurs begonnen, das Explore Japan Seminar. Das Seminar besteht eigentlich nur aus Ausflügen in die Umgebung Tokyos um Austauschstudenten die Chance zu geben, typisch japanische Erfahrungen zu machen.
Dieses Mal stand Entspannung auf dem Programm. Wir sind in der Nähe von Kunitachi zu einem Onsen gefahren. Onsen heißt übersetzt heiße Quelle und es ist ein öffentliches Bad, welches von einer natürlichen Quelle gespeist wird. Aber es ist nicht nur ein einfaches Bad, sondern eher ein kleiner Spa. Die Anlage lag im Wald, sehr idyllisch. Es hat leicht geregnet und wir alle konnten es kaum abwarten in das heiße Wasser zu kommen! 

Die Regeln:-)


Kleines Kneipp Bad am Eingang
Wer tätowiert ist hat übrigens keinen Zutritt zum Bad, was nicht an der Tätowierung selbst liegt, sondern daran dass sich in Japan fast nur die Yakusas tätowieren lassen und man die eben nicht im Onsen haben will. Keine Tätowierung bedeutet also eher "keine Yakusas". 
Das Bad ist nach Geschlechtern getrennt und man ist natürlich nackt. Bevor man in das Bad selbst geht, wird sich aber anständig gewaschen! Es gibt eine Waschstation mit vielen Duschen, Shampoo und Duschgel. 
Wer sauber ist darf dann ins heiße Wasser eintauchen und sich entspannen. Es gab in unserem Onsen ein Becken auf der Terrasse und ein Indoor Becken. Das Becken draußen war wie in Fels geschlagen und man hat auf die verregneten Wälder geblickt. Das es leicht geregnet hat, hat das ganze noch besser gemacht! Die Lust war so kühl, feucht und hat nach Laub geduftet, während das Wasser richtig angenehm heiß war. In dem Wasser muss irgendein Öl sein, denn es hat sich leicht seidig, schmierig angefühlt und die Haut wunderbar weich gemacht. 
Happy!
Wer genug von dem heißen Bad hatte konnte eine Runde ins kalte Becken tauchen oder saunieren. 
Es war einfach super! Richtig entspannend und danach war die ganze Gruppe glücklich, entspannt, sauber und richtig müde!
Die nächste Station unseres Trips war der größte Friedhof der Region Tokyo, wo sowohl nach Shinto als auch nach buddhistischem Ritual bestattet wird.
Nach einer Tour über den Friedhof haben wir den Tempel besucht und haben von einem Meister gelernt richtig zu beten. Sehr beeindruckend!
Der Friedhof selbst ist sehr anders als europäische Friedhöfe und da wir mit dem Bus einmal durchgefahren sind, hat es mich eher an einen Parkplatz als an einen Ort ewiger Ruhe erinnert...




Die letzte Station unseres Trips war einen Sake Brauerei! Die Brauerei besteht seit Anfang des 19.Jh. und teilweise sind die Gebäude sogar noch in ihrem Ursprungszustand erhalten. Wir haben nicht nur gelernt wie man Sake braut, sondern durften das Endergebnis auch ausgiebig probieren! Ich muss allerdings sagen, dass ich bis jetzt nicht wirklich warm damit geworden bin...



Die Reisvorräte


Unser Braumeister
Gegen sechs Uhr Abends waren wir alle unglaublich müde, leicht beschwipst und zufrieden wieder in Kunitachi und sind schon am überlegen, wann wir das nächste Mal in ein Onsen gehen können. Anscheinend gibt es ein Onsen in Kunitachi, von dem man auch Mount Fuji sehen kann (wenn er sich dann mal blicken lässt).

Das Wochenende haben wir wieder ausgiebig gefeiert, Freitag in Shibuya im Atom Club und Samstag hatte ein Komilitone von uns Geburtstag und wir sind zu einem Nomihodai gegangen. Ein Nomihodai ist eine Art Flatrate Party. Man bezahlt eine feste Summe und kann dann für 2 1/2 stunden soviel trinken wie man will, Alkoholisches und nicht Alkoholisches. Zusätzlich muss man zwei Gerichte bestellen, die aber sehr günstig waren.
Da jeder etwas anderes bestellt hatte, war der ganze Tisch voll mit den unterschiedlichsten Gerichten und alle waren super lecker! 


Shibuya:-)



Nomihodai!

Yammi <3



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