Sonntag, 11. November 2012

Explore Japan:-)



Freitag Abend bzw. Nacht habe ich endlich etwas gemacht, was ich machen will seit ich in Tokyo bin: Nachts den Fischmarkt besuchen.
Das ganze ist leider ein bisschen kompliziert, man benötigt nämlich Karten um sich die Tunfisch Auktion anzuschauen und wir haben es natürlich nicht geschafft während der Woche ins Zentrum zu fahren und diese zu besorgen, aber es war trotzdem ein sehr beeindruckendes Erlebnis.
Ich war mit Annie und Julie in Roppongi clubben. Es war ein bisschen komisch auf einmal wieder von so vielen Europäern und Amerikanern umgeben zu sein, da Roppongi das internationalste Nachtleben bietet.
Wir sind erst eine Stunde durch Roppongi geirrt, auf der Suche nach einem bestimmten Club und als wir diesen gefunden hatten, hat sich herausgestellt, dass man dort leider nicht tanzen kann, da der Club nicht die Genehmigung der Regierung hatte, die Tanzfläche zu öffnen. Ich muss zugeben, das fand ich doch ein bisschen bizarr, dass man die Genehmigung der Regierung benötigt, um eine Tanzfläche zu öffnen, aber wir konnten nun mal nichts daran ändern.
Also haben wir uns auf die Suche nach dem nächsten Club gemacht und sind schließlich im Feria geendet.
Das war auch ein richtiger Glückstreffer, denn dieser Club hatte die Erlaubnis, die Tanzfläche zu öffnen und so hatten wir bis kurz nach vier jede Menge Spaß mit einer bunten Mischung aus Asiaten, Europäern und Amerikanern. 
Dann sind wir mit dem Taxi zum Tsukiji Fish Market gefahren. Laut meines Reiseführers beginnt dieser gegen halb drei Morgens, als wir um kurz nach halb fünf aus dem Taxi geklettert sind, war aber leider noch nicht so viel los! Die Geschäfte haben langsam geöffnet und alles vorbereitet. Es war unglaublich kalt und wir sind zitternd durch die Gassen gelaufen bis wir an einem Soba Stand vorbei kamen. Soba ist eine Nudelsuppe. Es ist eine Brühe (manchmal heiß, manchmal kalt) mit dünnen, Spaghetti  ähnlichen Nudeln und dann verschiedenen anderen Zutaten. Das kann von Gemüse, über Fleisch, Eiern oder Pilzen variieren.
Beste Soba der Welt!
Da wir wirklich durchgefroren waren, konnten wir natürlich nicht widerstehen und haben zusammen mit Business Men, Fischern und Nachtschwärmern eine unglaublich leckere Soba gegessen!
Danach sind wir noch mal über den Markt gelaufen, der inzwischen deutlich belebter war und schließlich im Morgengrauen nach Hause zurückkehrt. Als ich endlich ins Bett gefallen bin, war es taghell. Daher ist mein Samstag auch sehr ruhig verlaufen und ich habe ein bisschen an meinem Report für Japanese Corporate Management gearbeitet. 


Vorbereitungen

Kuschelstunde


Sonntag hatten wir wieder Explore Japan Seminar. Das zweite Mal in der Woche, da wir Donnerstags schon ein Campus Quiz zusammen mit japanischen Studenten gemacht haben, aus dem meine Gruppe als Sieger hervor gegangen ist! Francesco und ich haben unsere Gruppe einfach über den Campus gejagt, aber es hat sich gelohnt, denn der Preis waren frische Doghnuts:-)
Sonntags sind wir dann in ein Freiluft Museum gefahren um zu erleben, wie das Leben in Japan vor 400 Jahren abgelaufen ist.
Der Morgen begann damit, dass wir gelernt haben Seile aus Reispflanzen herzustellen. Die Pflanze wird erst mit einem Hammer bearbeitet um sie weich und geschmeidig zu machen und dann werden verschieden Stränge ineinander gedreht. Dazu setzt man sich (wie so oft in Japan) auf den Boden, befestigt die Stränge an seinen Zehen und beginnt dann mit dem Drehen. 
Rope Master

Unser "Drehmeister" hat uns das ganze Prozedere vorgeführt und es sah unglaublich leicht und flink aus. Uns ist das aber nicht ganz so leicht gefallen. Es ist doch relativ kompliziert, vor allem wenn man das Seil dann verlängern will und neue Stränge einfügt wird es kritisch. Aber schließlich hatten wir alle ein mehr oder weniger stabiles Stück Seil in der Hand und haben uns damit geschmückt.
Da Arbeit bekanntlich hungrig macht, sind wir im dortigen Restaurant hausgemachte Soba essen gegangen. Ich muss ja sagen, dass ich die Japaner sehr dafür bewundere, dass sie so gut auf dem Boden sitzen können! Wenn ich auf meinen Beinen sitze, schlafen sie immer irgendwann ein, während die Japaner scheinbar stundenlang in dieser Haltung verharren können. 
Die Soba war in jedem Fall sehr lecker und genau das Richtige, denn wir waren alle etwas durchgefroren. 
Einmal weichklopfen-anstrengend!



Es ist leider nicht so einfach wie es aussieht... 
The Result:-)
Rapunzel lass dein Haar herunter
Annie-so joyful!


Nach dem Mittagessen wurden wir dann durch das Museum und die verschiedenen Häuser geführt. Alle waren Reed gedeckt, was mich an meine Lieblingsinsel Langeoog erinnert hat. In den Häusern gab es verschiedene Level, einmal das Wohnlevel und das Stalllevel für die Tiere.
In der Mitte des Raumes befindet sich immer eine Feuerstelle und der Boden ist meistens mit Tatami Matten oder mit Bambus ausgelegt.
Die Häuser waren wirklich süß und hatten auf jeden Fall Charme, aber ich muss sagen, ich bin froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben! 



The cutest Asian Girls <3
Später am Nachmittag hat es angefangen zu regnen und wir sind auf dem Weg zurück nach Kodaira pitschnass geworden. Wenn man sich die Wettervorhersage für die nächsten Tage anschaut ist eindeutig klar, dass auch hier der Herbst Einzug hält. Die Blätter färben sich langsam rot und gold, was-wenn die Sonne scheint-wirklich wunderschön aussieht!




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