Samstag, 3. November 2012

Langsam wird es Alltag...

Auf meinem tägliche Uniweg
Nachdem ich ein wunderbares Wochenende im Paradies Okinawa hatte, musste ich Montag Morgen wieder auf den Boden der Unirealität zurückkehren. Bei uns stehen nämlich nächste Woche die Japanisch Midterms an, was ich an jenem Montag erfahren habe und was mich auch ein bisschen in Panik versetzt hat, da ich mir nicht wirklich ein Bild davon machen kann, wie die Klausur aussehen wird. 
Also habe ich einfach mal angefangen alles zu lernen, was wir durchgenommen haben und dabei festgestellt, dass es zwar unglaublich viel aber auch irgendwie gar nichts ist.
Mittwoch Abend hatten wir eine Veranstaltung auf die ich mich schon sehr lange gefreut habe, das Welcome Dinner der Hitotsubashi Universität für alle neuen Austauschstudenten. 
Mein Lieblingsprofessor hat durch den Abend geführt und wenn ich mich ganz arg angestrengt habe, konnte ich verstehen von was er gesprochen hat. Wenn meine Konzentration allerdings nur einen Moment nachlässt, hänge ich schon wieder hinterher.

Es war relativ schwierig sich auf die verschiedenen Reden zu konzentrieren, da wir vor dem Buffet standen und auf das Essen geschaut haben, allerdings noch nichts essen durften.

Das Essen war unglaublich lecker, viel und einmal durch verschiedene Kulturen gemischt. Es gab Sushi, Sandwiches, frittiertes Hähnchen und Fisch, Gemüse, Roastbeef, diverse gebratene Nudeln und andere warme Gerichte. Und natürlich Nachtisch! Creme brûlet, Obstsalat, Sahnecremes mit Früchten und kleine Törtchen. Wir waren alle begeistert und die ersten 15min nachdem das Buffet eröffnet wurde hat niemand mehr gesprochen, da alle nur mit Essen beschäftigt waren.
Zusätzlich zum Buffet gab es richtig frisches Sushi! Es gab einen kleinen Stand, an dem ein Mann frische Nigiri Sushi gemacht hat. Die Art wie er das Sushi gemacht hat, erschien wie ein richtige Kunst, eine Art Tanz!
SushiKunst
Das Ergebnis: YAMMI!!!!
Es waren unglaublich schnelle, geschickte Bewegungen, sehr elegant und anmutig und das Endergebnis war fantastisch! Frisch und vor allem mit richtig viel Wasabi. Da ich Wasabi liebe hätte ich unendlich viel von dem Sushi essen können, aber irgendwann war ich einfach pappsatt.
Gegen acht Uhr wurde die Party sehr abrupt beendet, indem die Verantwortlichen einfach das Licht ausgemacht haben, sodass alle freiwillig gegangen sind.
Es war Halloween und da wir schon aufgrund des Okinawa Trips die offizielle Wohnheim Halloween Party verpasst hatten, wollten wir wenigstens an Halloween selbst ein bisschen feiern.
Wir sind alle ins International House von Kunitashi gegangen und haben dort im Aufenthaltsraum eine Halloween Party gefeiert. Viele hatten sich noch mal richtig verkleidet und vor allem auch beeindruckend geschminkt.
Der Höhepunkt des Abends war dann als unser Wohnheim (Kodaira) das Wohnheim Kunitachi im Beer Pong besiegt hat.
Martin jazzt

Daphne's got heart!
Team Kodaira
Harry Potter vs. Spiderman 

Donnerstag habe ich den ganzen Tag in der Bibliothek verbracht, da ich Freitag nach Seoul zu einer sehr guten Freundin geflogen bin und mir klar war, dass ich am Wochenende wohl eher wenig bis gar nicht lernen werde.
Leider verpasse ich dadurch das Festival der Universität, das Ikkyosai. Die ganze Uni war die letzte Woche mit diversen Vorbereitungen beschäftigt, es werden Aufführungen geprobt, Miss Hitotsubashi 2012 gekürt und der Campus geschmückt.
Vorbereitungen aufs Ikkyosai

Aber trotzdem ist es mir hundertmal wichtiger nach Seoul zu fliegen um Saskia zu sehen und ich konnte es kaum erwarten Freitag morgen zum Flughafen zu kommen. Da mein Flieger sehr früh ging musste ich den ersten Zug um sechs zum Flughafen nehmen und ich habe es sogar geschafft während der zwei Stunden Zugfahrt nicht zu schlafen sondern zu lernen.

Daher kann ich jetzt guten Gewissens Seoul genießen und ich werde bald über meine Erlebnisse hier berichten. Es ist auf jeden Fall super interessant noch ein anderes asiatisches Land kennen zu lernen. Vieles ist ähnlich wie in Japan, aber vieles ist auch ganz anders!
Und diese Woche hatte ich schon zweimal das Glück Mount Fuji zu sehen! Einmal in der Abenddämmerung und dann auf dem Weg zum Flughafen. Dieser Berg ist so wunderschön, wie er sich so wie aus dem Nichts erhebt. Es ist jedes Mal überwältigend!


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