| Tokyo Tower |
Letzte Woche bin ich einen Nachmittag nach Tokyo gefahren um mich durch die Stadt treiben zu lassen. Es ist richtig schön in den Trubel und das Gedränge dieser unglaublichen Stadt einzutauchen und dann nach ein paar Stunden aber auch wieder nach Hause zu fahren. Man hat schier den Eindruck man fährt zurück in die Provinz, dabei ist es auch in Kodaira ziemlich belebt.
Hier wird es langsam weihnachtlich, zumindest auf eine asiatische Art und Weise. Die Straßen sind geschmückt mit Lichterketten, kleinen Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmännern und in Roppongi gibt es ab nächster Woche sogar einen Weihnachtsmarkt. Aber es ist nicht vergleichbar mit der Vorweihnachtszeit in Deutschland.
Im Moment ist es wunderschön hier, die Ginko Bäume sind alle leuchtend Gold, andere Bäume haben unglaublich intensive rote Blätter, es sieht aus wie auf einer Postkarte!
Es gibt im japanischen sogar einen Ausdruck für die Herbstfarbe der Blätter, es nennt sich Kouyou: 紅葉.
| Louise Bourgeois-Maman |
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| Tokyo Tower |
| Traffic in Yoyogi |
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| 高円寺 |
Es gibt auf unserem Campus ein richtiges Teehaus und dort wurden wir in die Kunst Tee zu zelebrieren eingeführt.
Bevor man den Raum betritt in welchem der Tee serviert wird erhält man einen Fächer. Diesen legt man vor sich hin, kniet sich auf den Boden und verbeugt sich. Dann betritt man den Raum, allerdings tritt man nicht hinein, sondern man kriecht auf den Knien hinein. Dann folgt ein weiterer Ritus. Man verbeugt sich vor einer Art Altar und hält dann einen Moment inne und betrachtet das Bild über dem Altar. Dann verbeugt man sich erneut und darf dann schließlich zu seinem Platz kriechen.
Ein Gast ist übrigens der Hauptgast und nur dieser hat die Erlaubnis Konversation mit der Gastgeberin zu betrieben, der Rest schweigt.
Dann wird der Tee zubereitet. Das ist eine richtige Kunst! Es wirkte fast wie eine Art Tanz. So grazil und elegant! Ich glaube es dauert Jahre, diese Zeremonie richtig zu erlernen und zu verinnerlichen.
Bevor man Tee trinkt isst man eine Kleinigkeit, etwas Süßes. Der Sinn dahinter ist, erst etwas Süßes zu essen um den bitteren Geschmack des Tees besser wertschätzen zu können.
Der Tee selbst ist anders als jede Art von grünem Tee, den ich je getrunken habe. Schaumig, cremig, leicht und so intensiv im Geschmack!
Nach der ersten Tasse Tee durften wir dann selbst Tee brauen. Es war richtig schwierig und ich habe mich gefühlt wie ein Elefant im Porzellanladen. Man bekommt ein eigenes Tee Service. Erst reinigt man seine Tasse, nicht weil sie schmutzig wäre, das hat eher eine symbolische Bedeutung. Das ganze ist schwieriger als es sich anhört, denn erst muss man das Waschtuch auseinanderfalten und dann wieder zusammen falten auf eine sehr komplizierte und natürlich elegante Art.
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| Start |
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| Endergebnis |
Ich war mit meinem Ergebnis ganz zufrieden, allerdings war es nicht so gut wie die erste Tasse!
Man soll während der gesamten Zeremonie eigentlich auf seinen Beinen sitzen, allerdings hält ein Normalsterblicher es höchstens fünf Minuten in dieser Position aus, dann schmerzen die Beine und Knie.
Unsere Gastgeberinnen haben wirklich die gesamte Zeremonie (fast 90 min) so ausgeharrt, wir anderen sind alle irgendwann in bequemere Position gewechselt.
Arai-sensei (die Zeremonieleiterin) hat auf Nachfrage sogar erklärt, dass diese Position für sie bequem sei, unvorstellbar! Sie ist übrigens eine unglaublich elegante und grazile Frau! Sehr beeindruckend!
Die Zeremonie war so schön! Wie aus einer anderen Welt! Ich hoffe ich habe die Gelegenheit noch mal eine Tee Zeremonie mitzumachen, ich werde mal recherchieren...
Morgen beginnt das Wochenende und ich fahre bis Montag nach Kyoto! Darauf freue ich mich sehr, Kyoto soll im Herbst wunderschön sein!
| Herbststimmung auf dem Campus der Hitotsubashi Universität |











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